300’000 Franken. So viel hat ein Basler Software-CEO letztes Jahr verbrannt – mit drei falschen Verkäufern.
„Wir haben vier Verkäufer eingestellt. Drei sind gescheitert. CV, Vorstellungsgespräch, Bauchgefühl – das war unser Prozess.“ Das ist wie ein Auto kaufen, weil dir die Farbe gefällt. In diesem Artikel bekommst du drei Prompts für einen KI-basierten Hiring-Test, der Denkweise und Lernbereitschaft prüft – nicht Sympathie.
Warum CV und Bauchgefühl nicht reichen
Sechs Monate Gehalt, Einarbeitung, verlorene Deals, Team-Moral die sinkt. Mindestens 100’000 Franken pro Fehleinstellung. Bei drei falschen Leuten im Jahr: 300’000 Franken. Und du merkst es erst nach sechs Monaten. Der KI-Test kostet null Franken und dauert fünfzehn Minuten.
Prompt 1: Die Aufgabenstellung für den Bewerber
Zweites Interview. Der Bewerber bekommt Zugang zu einer KI und fünfzehn Minuten Zeit. Du beobachtest nicht das Ergebnis – du beobachtest die Denkweise.
Erstelle eine realistische Verkaufsaufgabe für einen
Bewerber-Test mit KI.
Unser Produkt: [PRODUKT/DIENSTLEISTUNG]
Typischer Kunde: [BRANCHE, GRÖSSE, ENTSCHEIDER]
Typischer Deal-Size: [CHF]
Die Aufgabe soll testen:
- Strukturiertes Denken (Wie geht der Bewerber vor?)
- KI als Werkzeug nutzen (Nicht Copy-Paste, sondern
iteratives Arbeiten)
- Verkäuferisches Denken (Macht er aus dem Output
eine Story oder liest er vor?)
Format der Aufgabe:
– Briefing für den Bewerber (max. 1 Seite)
– Erwarteter Output: Vorbereitung für ein 10-min-Pitch
– Zeitlimit: 15 Minuten
– Erlaubte Tools: ChatGPT / Claude / Copilot
Erstelle auch eine Bewertungs-Checkliste für den
Beobachter (10 Punkte, ja/nein).
Prompt 2: Bewertungsmatrix für die Beobachtung
Nicht das Ergebnis zählt – der Weg dahin. Stellt der Bewerber kluge Fragen? Erkennt er gute von schlechten Prompts? Denkt er verkäuferisch?
Erstelle eine Bewertungsmatrix für den KI-Hiring-Test.
Bewerte in 3 Kategorien (je 1–10):
KATEGORIE 1 – DENKWEISE:
– Stellt konkrete Fragen an die KI (nicht vage)
– Iteriert (passt Prompts an statt beim 1. Versuch
zu bleiben)
– Hinterfragt den Output kritisch
KATEGORIE 2 – KI-KOMPETENZ:
– Versteht KI als Werkzeug, nicht als Copy-Paste
– Gibt Kontext und Rolle in Prompts
– Erkennt Schwachstellen im Output
KATEGORIE 3 – SALES-INSTINKT:
– Denkt vom Kunden her (nicht vom Produkt)
– Macht aus Struktur eine Geschichte
– Würde den Pitch so halten (nicht nur vorlesen)
Schwellenwert: Unter 18 Punkten = nicht einstellen.
Format: 1-Seite Bewertungsbogen zum Ausdrucken.
→ Du willst den KI-Hiring-Test in deinem Recruiting einführen und das Onboarding mit KI beschleunigen? Im Workshop „KI im B2B-Sales“ trainieren wir genau das. Alle Infos und Termine.
www.swiss-sales-academy.com/unsere-angebote/das-ki-seminar-fuer-b2b-sales/
Prompt 3: Onboarding-Plan mit KI-Integration
Den richtigen Verkäufer einstellen ist Schritt eins. Ihn mit KI-Tools, Prompts und einem System onboarden ist Schritt zwei.
Erstelle einen 4-Wochen-Onboarding-Plan für einen
neuen Verkäufer mit KI-Integration.
Unser Produkt: [PRODUKT]
Unser CRM: [CRM-SYSTEM]
Verfügbare KI-Tools: [TOOLS]
Prompt-Bibliothek vorhanden: [JA/NEIN]
Woche 1: Produkt + KI-Basics
– Was muss der Neue über unser Angebot wissen?
– Welche 5 Prompts lernt er zuerst?
Woche 2: Kunden + Recherche
– Top-10-Kunden kennenlernen (mit KI-Dossiers)
– Erste eigene Lead-Recherche mit KI
Woche 3: Praxis
– Erste Follow-ups mit KI schreiben
– KI-Sparring für Einwandbehandlung
Woche 4: Eigenständig
– Erster eigener Pitch (mit KI vorbereitet)
– Bewertung durch Teamleiter
Ziel: Nach 4 Wochen produktiv statt nach 12.
100’000 Franken pro Fehleinstellung – und wie du sie vermeidest
Ein HR-Leiter: „Wir nutzen den Test seit sechs Monaten. Vier Leute eingestellt. Alle vier performen. Das hatten wir noch nie.“ Der Test funktioniert für Innendienst, Aussendienst und Key Account – mit jeweils angepassten Aufgaben. Die Logik bleibt gleich: Zeig mir, wie du denkst, nicht wie du redest.
Warum der Test erfahrene Verkäufer überraschen wird
Gerade bei erfahrenen Bewerbern wird es spannend. Der Test zeigt, ob jemand lernfähig ist. Erfahrung plus Lernbereitschaft schlägt Erfahrung plus Sturheit. Die ersten Tests fühlen sich für alle Beteiligten ungewohnt an – nach drei Durchgängen ist es Routine.
So baust du den Test in dein Hiring ein
- Schritt 1: Aufgabe definieren (Prompt 1). Auf euer Produkt und eure Kunden anpassen.
- Schritt 2: Bewertungsmatrix ausdrucken (Prompt 2). Beobachter briefen.
- Schritt 3: Im zweiten Interview einsetzen. 15 Minuten, KI-Zugang, beobachten.
- Schritt 4: Eine Frage am Ende: „Warum hast du es so gemacht?“
Wichtig: Wenn du in deinem Unternehmen ausschliesslich mit Microsoft Copilot arbeiten darfst, halte dich an die internen IT-Vorgaben. Sie dienen dem Datenschutz sowie dem Schutz vor Hacker-Angriffen.
Warum ein Test allein nicht reicht
Den richtigen Verkäufer finden ist der Anfang. Ihn mit einem strukturierten KI-Onboarding in vier Wochen produktiv machen statt in zwölf – das ist der eigentliche Hebel. Genau das trainieren wir.
Willst du das mit deinem Team umsetzen?
Für Teams bis 3 Personen empfehle ich dir den 1-tägigen Kurs „KI für B2B-Sales“. Alle Details und Daten hier:
KI-Seminar für B2B-Sales – Alle Infos und Termine
Ab 4 Personen empfehle ich dir ein firmeninternes, 2-tägiges Seminar vor Ort. Vereinbare hier einen Beratungs-Termin: Buchen Sie einen Termin mit Dieter Menyhart
Weiterlesen: Alle Blog-Artikel zu KI im Verkauf
Happy selling!
Dein Dieter Menyhart
Forbes-zertifizierter Verkaufstrainer | Swiss Sales Academy
dm@swiss-sales-academy.com | 078 600 60 11
Hinweis: Die kostenlosen Versionen von ChatGPT, Claude und Copilot funktionieren für die meisten Aufgaben. Die kostenpflichtigen Versionen (ca. 20 CHF/Monat) liefern in der Regel bessere Ergebnisse: weniger Fehler, besseres Gedächtnis, natürlicherer Stil.
