„Wer von euch kennt seine Buyer Personas?“ Zehn Hände gehen hoch. Alle. Industrieunternehmen in Aarau, Workshop mit zehn Verkäufern. Ich sage: „Okay, beschreibt mir den typischen Einkäufer.“
Zehn verschiedene Antworten. Keine davon konkret. „Der will gute Qualität zum fairen Preis.“ „Der schaut halt aufs Budget.“ Das sind keine Buyer Personas. Das sind Plattitüden. Und sie kosten dich Deals, weil du glaubst, deinen Kunden zu kennen – und in Wahrheit an ihm vorbeiredest.
In diesem Artikel bekommst du drei Prompts, die dir in zehn Minuten Personas liefern, die besser sind als alles, was je in einem Strategie-Workshop erarbeitet wurde.
Warum deine aktuellen Personas nicht funktionieren
In den meisten Unternehmen wurden Personas vor drei Jahren in einem Workshop erstellt, stehen irgendwo auf SharePoint und werden nie aktualisiert. Aber der Markt hat sich verändert. Die Menschen haben sich verändert. Nur die Personas nicht.
Eine richtige Persona sagt dir: Was motiviert diese Person beruflich? Was hält sie nachts wach? Wie trifft sie Entscheidungen? Welche Wörter triggern sie – und welche schrecken sie ab? Diese Informationen zusammenzutragen dauert Stunden. Kein Verkäufer macht das. Also bleiben die Personas oberflächlich.
Prompt 1: Die Komplett-Persona in zehn Minuten
LinkedIn-Profil, Firmen-Website, ein paar News – alles in die KI. Zehn Minuten später hast du Motivationen, Pain Points, Entscheidungskriterien und Kommunikationsstil.
Erstelle eine detaillierte Buyer Persona für mein
nächstes Verkaufsgespräch.
Informationen zur Zielperson:
Name: [NAME]
Rolle: [TITEL/POSITION]
Firma: [FIRMA, BRANCHE, GRÖSSE]
LinkedIn-Profil: [LINK ODER ZUSAMMENFASSUNG]
Analysiere und liefere:
- Berufliche Motivation (Was treibt diese Person an?)
- Grösste Herausforderungen (Was hält sie nachts wach?)
- Entscheidungskriterien (Wie trifft sie Kaufentscheide?)
- Kommunikationsstil (Direkt/diplomatisch? Zahlen/Stories?)
- Typische Einwände, die diese Person bringen wird
- Wörter und Themen, die triggern (positiv + negativ)
- Empfohlene Ansprache-Strategie (3–5 Sätze)
Mein Angebot: [DEIN PRODUKT/DIENSTLEISTUNG]
Ziel: Ich will diese Person so gut verstehen, dass sie
nach dem Gespräch denkt: „Der versteht meine Welt.“
Das Aarauer Team hat es direkt ausprobiert. Zwei Wochen später: E-Mail-Response-Rate um 35% gestiegen. Nicht das Produkt hat sich geändert. Nicht der Preis. Nur die Ansprache.
Prompt 2: Multi-Stakeholder-Personas für komplexe Deals
Bei grösseren Deals entscheidet nicht eine Person. CEO, Einkäufer, IT-Leiter – alle brauchen unterschiedliche Argumente. Eine Standard-Mail für alle drei verliert zwei von drei.
Erstelle Personas für alle Stakeholder in meinem Deal.
Deal-Kontext:
Firma: [FIRMA, BRANCHE, GRÖSSE]
Mein Angebot: [PRODUKT + PREIS]
Stakeholder:
- [NAME, ROLLE – z.B. CEO]
- [NAME, ROLLE – z.B. Einkaufsleiter]
- [NAME, ROLLE – z.B. IT-Leiter]
Für JEDEN Stakeholder erstelle:
- a) Was ist dieser Person am wichtigsten?
- b) Welche Sprache spricht sie? (Strategie/Zahlen/Technik)
- c) Typische Einwände aus DIESER Perspektive
- d) Personalisierte E-Mail-Version (max. 100 Wörter)
- e) Der eine Satz, der diese Person überzeugt
Gleiche Lösung – drei Sprachen. Jeder Stakeholder soll
denken: „Das ist genau für mich geschrieben.“
Ein konkretes Beispiel aus Aarau: Derselbe Verkäufer hatte einen Deal mit drei Entscheidern. Er hat für jeden eine personalisierte Mail geschrieben – auf Basis der KI-Persona. Innerhalb von drei Tagen hatten alle geantwortet.
→ Du willst Buyer Personas systematisch in deinem Team einsetzen – für Cold Calls, Angebote und Verhandlungen? Im Workshop „KI im B2B-Sales“ trainieren wir genau das. Alle Infos und Termine.
www.swiss-sales-academy.com/unsere-angebote/das-ki-seminar-fuer-b2b-sales/
Prompt 3: Persona-Update in fünf Minuten
Personas sind nicht statisch. Neuer CEO? Firma übernommen? Markt verändert? Zwei Minuten Prompt, frische Analyse. Kein Workshop, kein Berater, kein Budget.
Aktualisiere eine bestehende Buyer Persona basierend
auf neuen Informationen.
Bestehende Persona:
[PERSONA VON FRÜHER HIER EINFÜGEN]
Neue Informationen:
– [NEUER GESCHÄFTSBERICHT / NEWS / LINKEDIN-UPDATE]
– [VERÄNDERUNG IN FIRMA ODER BRANCHE]
– [FEEDBACK AUS LETZTEM GESPRÄCH]
Aktualisiere:
- Was hat sich geändert? (vorher → nachher)
- Neue Prioritäten der Person
- Angepasste Einwände
- Neue Ansprache-Strategie
- Empfohlener Gesprächseinstieg (aktualisiert)
Markiere alle Änderungen gegenüber der alten Persona.
Ein Verkäufer aus dem Aarauer Team: „Ich mache das jetzt vor jedem wichtigen Call. Fünf Minuten Persona-Update, dann telefoniere ich. Die Gespräche laufen komplett anders.“
50’000 Franken Mehrumsatz pro Monat
Die ROI-Rechnung: Response-Rate von 12% auf 19%. Bei hundert E-Mails pro Monat sind das sieben zusätzliche Antworten. Daraus drei bis vier Meetings und mindestens ein zusätzlicher Deal. Bei 50’000 Franken Durchschnittswert: 50’000 Franken Mehrumsatz pro Monat. Die KI kostet 20 Franken.
Warum sich die ersten Personas unvollständig anfühlen werden
Die KI erstellt dir ein Profil – du baust die Beziehung. Die ersten Personas werden nicht perfekt sein. Du wirst Dinge anpassen, korrigieren, ergänzen. Aber du startest auf Level 7 statt auf Level 1. Und nach drei, vier Durchgängen hast du Personas, die besser sind als alles aus einem Strategie-Workshop. Das fühlt sich am Anfang holprig an – weil du dich auf ein KI-Profil verlassen sollst statt auf dein Bauchgefühl. Aber Bauchgefühl skaliert nicht. Daten schon.
So erstellst du deine erste KI-Persona in zehn Minuten
- Schritt 1: LinkedIn-Profil deiner Zielperson, Firmen-Website und zwei bis drei News sammeln.
- Schritt 2: Alles in die KI geben mit Prompt 1.
- Schritt 3: Persona lesen, an dein Wissen anpassen, nächste Mail auf dieser Basis schreiben.
Wichtig: Wenn du in deinem Unternehmen ausschliesslich mit Microsoft Copilot arbeiten darfst, halte dich an die internen IT-Vorgaben. Sie dienen dem Datenschutz sowie dem Schutz vor Hacker-Angriffen.
Warum eine Persona allein nicht reicht
Die Persona ist der Anfang. Aber wie baust du daraus eine E-Mail-Sequenz, die konvertiert? Wie passt du deinen Pitch an drei verschiedene Stakeholder an? Genau das trainieren wir – vom Persona-Erstellen bis zum Abschluss.
Willst du das mit deinem Team umsetzen?
Für Teams bis 3 Personen empfehle ich dir den 1-tägigen Kurs „KI für B2B-Sales“. Alle Details und Daten hier:
KI-Seminar für B2B-Sales – Alle Infos und Termine
Ab 4 Personen empfehle ich dir ein firmeninternes, 2-tägiges Seminar vor Ort. Vereinbare hier einen Beratungs-Termin: Buchen Sie einen Termin mit Dieter Menyhart
Weiterlesen: Alle Blog-Artikel zu KI im Verkauf
Happy selling!
Dein Dieter Menyhart
Forbes-zertifizierter Verkaufstrainer | Swiss Sales Academy
dm@swiss-sales-academy.com | 078 600 60 11
Hinweis: Die kostenlosen Versionen von ChatGPT, Claude und Copilot funktionieren für die meisten Aufgaben. Die kostenpflichtigen Versionen (ca. 20 CHF/Monat) liefern in der Regel bessere Ergebnisse: weniger Fehler, besseres Gedächtnis, natürlicherer Stil.
